400 Erkrankungsformen – „Rheuma“ als Sammelbegriff

Rheumapraxis Heidelberg

„Rheuma“ ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Sammelbegriff für etwa 400 verschiedene entzündlich–rheumatische Erkrankungsformen. Neben den häufigeren Erkrankungen wie der Rheumatoiden Arthritis und Spondyloarthritis gibt es auch es seltenere Erkrankungen, die zum Teil erst seit Jahren bekannt sind.

Die Gicht wird im weiteren Sinne auch zu den rheumatischen Erkrankungen gezählt. Eine Osteoporose kann als Folge einer entzündlichen Erkrankungen auftreten. Hier erfahren Sie mehr über die weiteren rheumatischen Erkrankungen, die wir als Rheumatologe Heidelberg behandeln.

rheumatologe-heidelberg---dr.-ines-dornacher,-dr.-verena-schmitt,-dr.-regina-max,-dr.-thomas-lutz Gicht

Gicht

Die Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der die Harnsäurekonzentration im Blut meist erhöht ist. Es besteht eine genetische Disposition. Harnsäurekristalle können sich in Gelenken, Sehnen, Nieren, Haut und Ohrknorpel ablagern. Dies führt häufig zu schmerzhaften Entzündungen; unbehandelt können Gelenk- und Organschäden entstehen. Typisch befallene Gelenke sind das Großzehen- und Daumengrundgelenk. Das Gelenk ist plötzlich sehr schmerzhaft, gerötet und überwärmt. Im akuten Gichtanfall kommen entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR), Kortison und Colchicum zum Einsatz. Wichtig ist eine purinarme Kost, um erneute Gichtanfälle zu vermeiden.

Sarkoidose

Die Sarkoidose ist eine systemische Erkrankung des Bindegewebes, die mit Granulombildung einhergeht. Neben Gelenken können auch Organe (Haut, Herz, Lunge, Niere, Auge) betroffen sein, sodass bei den betroffenen Patient:innen oft eine umfangreiche Diagnostik erfolgen muss. Die Therapie richtet sich nach den Symptomen.

rheumatologe-heidelberg---dr.-ines-dornacher,-dr.-verena-schmitt,-dr.-regina-max,-dr.-thomas-lutz Rheumapraxis-Heidelberg-2

Autoinflammatorische Syndrome (AIS)

AIS sind seltene Erkrankungen, die durch periodisch auftretende Symptome und meist begleitend erhöhte Entzündungswerte (CRP) charakaterisiert sind. Die Verdachtsdiagnose kann durch einen Gentest bestätigt werden. Zu den AIS gehört das familiäre Mittelmeerfiber (FMS), die Cryopyrin assoziierte periodischen Syndrome (CAPS) und das TNF-Rezeptor assoziierte periodische Syndrom (TRAPS). Diese Erkrankungen sind selten und sollten ggf. in einer Spezialambulanz mitbetreut werden.

Amyloidose

Bei der Amyloidose kommt es zu einer Ablagerung von veränderten Eiweißen im Gewebe. Die Amyloidablagerungen zerstören die Organstruktur und führen dadurch zu Funktionsstörungen z.B. der Niere, des Herzens, des Nervensystems, des Magen-Darm-Traktes. Die Beschwerden der Amyloidose sind oft unspezifisch. Daher wird die Erkrankung häufig erst in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium gestellt. Jede chronische entzündlich-rheumatische Erkrankung kann durch die chronische Entzündung zu einer Amyloidose führen, wenn sie nicht ausreichend therapiert ist.

rheumatologe-heidelberg---dr.-ines-dornacher,-dr.-verena-schmitt,-dr.-regina-max,-dr.-thomas-lutz Knochendichtemessung

IgG4-Erkrankungen

IgG4-assoziierte Autoimmunerkrankungen sind seltene, systemisch verlaufende Multiorganerkrankungen. Jedes Organsystem kann betroffen sein (Bauchspeicheldrüse, Gallengänge, Speicheldrüsen, Nieren, Lymphknoten, Schilddrüse und Gefäße). Häufig kommt es zu diffusen Organschwellungen beziehungsweise Ausbildung tumoröser Raumforderungen. Die Diagnostik und Therapie muss interdisziplinär abgestimmt werden.

Osteoporose

Verantwortlich für die Festigkeit der Knochen sind die Knochenmasse und die Knochendichte. Bei einer Verminderung derselben spricht man ab einem bestimmten Wert von Osteopenie bzw. Osteoporose. Eine Osteoporose kann zu einem deutlich erhöhten Risiko für Knochenfrakturen führen. Die Knochendichte sollte mit der sogenannten DXA-Methode bestimmt werden; eine begleitende Labordiagnostik zur weiteren Einordnung wird in unserer Praxis veranlasst. Ist die Diagnose der Osteoporose gestellt, gibt es verschiedene medikamentöse Therapiemöglichkeiten, um die Knochendichte zu verbessern und das Frakturrisiko zu senken. Die am häufigsten eingesetzte Medikamentengruppe sind Bisphosphonate. Wir geben Ihnen ergänzende Ernährungsempfehlungen.

Ob bekannte oder seltene rheumatische Erkrankung – wir geben in unserer Rheumapraxis Heidelberg unser bestes, um unter den 400 verschiedene entzündlich–rheumatischen Erkrankungen die korrekte Diagnose zu stellen und die passende Therapie einzuleiten. Dafür verfügen wir über große Kompetenz und viel Erfahrung im Fachbereich Rheumatologie! Vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer Praxis.

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