Therapie

Die Therapie der Rheumatoiden Arthritis umfasst verschieden Medikamentengruppen.

Anfänglich kommen häufig entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR, Nicht Steroidale Anti Rheumatica) , wie z.B. Ibuprofen, Diclofenac, zum Einsatz. Nach der Vorstellung beim Rheumatologen und Sicherung der Diagnose, wird auf den langfristigen Einsatz von NSAR wegen der möglichen Nebenwirkungen und zumeist unzureichenden Krankheitskontrolle verzichtet.

Glukokortikoide (Syn. Steroide, Kortison) sind Mittel der ersten Wahl, um eine möglichst rasche Besserung der entzündlichen Krankheitsaktivität und Schmerzsymptomatik zu erreichen und dem Patienten den akuten Schmerz zu nehmen. Das Ziel ist der befristete, möglichst kurze Einsatz von Steroiden bis zum Wirkungseintritt der speziellen Rheumamedikamente  (Basistherapeutika).

Die Basistherapeutika nennt man auch DMARD‘s /Disease Modifying Antirheumatic Drugs. An erster Stelle bei hochaktiver Erkrankung wird seit etwa 1950 Methotrexat (MTX) eingesetzt. Dieses wird aufgrund der besseren Wirksamkeit heutzutage als kleine vorgefertigte Spritze/Pen ins Unterhautfettgewebe injiziert.

Es gibt viele Alternativmedikamente zu MTX, über deren Einsatz je nach Krankheitsaktivität, Beschwerden, Begleiterkrankungen, Alter des Patienten  entschieden wird.  Zu nennen sind hier: Sulfaslalazin, Hydroxychloroquin (Quensyl), Leflunomid und Cyclosporin. Je nach Krankheitsaktivität können die Medikamente als Monotherapie oder auch als Kombinationstherapie eingesetzt werden.

Seit etwa 20 Jahren sind die Therapiemöglichkeiten durch den Einsatz von Biologika (bDMARD´s, biologische DMARD´s = biotechnologisch hergestellte Antikörper) revolutioniert worden. Diese können bei sehr aggressiven Verläufen oder Unverträglichkeit oder Therapieversagen der konventionellen DMARD´s  zum Einsatz kommen. Die Indikationsstellung ist streng zu stellen aufgrund von  eventuellen Nebenwirkungen und der Behandlungskosten.

Die medikamentöse Therapie  entzündlich-rheumatischer Erkrankungen ist in der Hand des erfahrenen Rheumatologen sicher und wirksam. Die Therapie wird auf jeden Patienten unter ganzheitlicher Betrachtung des Patienten individuell angepasst.