Organscreening

Zur Abklärung inwieweit andere Organe mitbetroffen sind, erfolgt eine Organdiagnostik. Hier wird die notwendige interdisziplinäre Zusammenarbeit des Rheumatologen mit den verschiedenen Fachärzten deutlich.

Der Urin wird auf Hinweise für eine Nierenbeteiligung untersucht. Sollten sich Auffälligkeiten ergeben, wird der Patient/die Patientin zum Nephrologen überwiesen. Eine Herzbeteiligung wird beim Kardiologen u.a. mittels EKG und Echokardiographie (Herzultraschall) ausgeschlossen. Beim Lungenfacharzt erfolgt eine ausführliche Untersuchung inklusive Bestimmung der CO-Diffusionskapazität und gegebenenfalls eine weiterführende radiologische Diagnostik (z.B. Thorax-CT). Bei unklaren neurologischen Symptomen wird der Neurologe hinzugezogen, der eine spezifische Diagnostik (z.B. Elektromyographie, ggf. Muskle-MRT und Muskelbiopsie) initiiert. Zur Beurteilung von Hautauffälligkeiten ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Hautarzt notwendig, der gegebenfalls eine Haubiopsie macht. Eine Objektivierung der Sicca- (Trockenheits-) Symptomatik sollte eine Abklärung (Schirmertest, Bestimmung der break up-time) beim Augenarzt.