Behandlung Rheumapraxis Heidelberg

Rheumatherapie in Heidelberg

Dr. Ines Dornacher und Dr. Verena Schmitt stehen Ihnen für eine persönliche Rheumatherapie in Heidelberg gerne zur Verfügung. Da jede entzündlich-rheumatische Erkrankung individuell verläuft, passen die erfahrenen Fachärzte die Behandlung jeweils der Situation der einzelnen Patientin bzw. des einzelnen Patienten an und überprüfen diese im Verlauf regelmäßig.

 

Rheumatherapie mit verschiedenen Medikamentengruppen

Bei der Therapie entzündlich-rheumatischer Erkrankungen kommen zahlreiche verschiedene Medikamente zum Einsatz.

Akuttherapie

Das erste Ziel der Rheumabehandlung ist die rasche Beschwerdebesserung. Diese kann oftmals am schnellsten durch eine zeitlich limitierte Gabe von Glukokortikoiden („Kortison“) erzielt werden. Auch entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR, Nicht-Steroidale Anti-Rheumatika) werden eingesetzt.

Erhaltungstherapie

Um die entzündlich-rheumatische Erkrankung langfristig beherrschen zu können, werden in der Regel spezielle Rheumamedikamente, sogenannte Basistherapeutika/DMARDs (Disease-Modifying Antirheumatic Drugs), verabreicht. So stehen für die Rheumabehandlung die sogenannten konventionellen DMARDs zur Verfügung, wie zum Beispiel Methotrexat, Sulfasalazin, Hydroxychloroquin, Leflunomid, Cyclosporin und Azathioprin. Diese werden bereits seit vielen Jahrzehnten eingesetzt, das Wissen über diese Medikamente und die Erfahrung ist groß. Methotrexat ist eines der am häufigsten eingesetzten Rheumamedikamente und ist immer noch der „Goldstandard“ bei der Therapie vieler rheumatischer Erkrankungen. Methotrexat kommt ursprünglich aus der Krebstherapie, wird aber bei den rheumatischen Erkrankungen in geringerer Dosis eingesetzt.

In den letzten 20 Jahren haben sich die Möglichkeiten bei der Therapie entzündlich-rheumatischer Erkrankungen wesentlich weiterentwickelt. Durch die biologischen DMARDs, die Biologika, kann heute insbesondere den Patientinnen/Patienten geholfen werden, bei denen durch die konventionellen DMARDs kein Krankheitsstillstand erzielt werden konnte.

Biologika sind biotechnologisch hergestellte Eiweiße, die in die Regulationsvorgänge der Immunantwort und damit gezielt in die rheumatologischen Krankheitsprozesse eingreifen können. Diese Antikörpertherapien, bei denen die Entzündungsbotenstoffe und Entzündungsabläufe spezifisch blockiert werden, werden als Infusion oder als Spritze unter die Haut gegeben. Seit Kurzem steht eine weitere Substanzgruppe zur Verfügung, die Januskinase-Hemmer (JAK-Hemmer). Diese können als Tablette eingenommen werden.

 

Individuelle Therapie von Symptomen und Begleiterkrankungen

Bei jeder Therapieentscheidung müssen Begleiterkrankungen – wie zum Beispiel Blutzucker-, Leber- oder Nierenerkrankungen – beachtet werden. Die Therapie muss individuell für jede Patientin/jeden Patienten angepasst werden. Sie werden von uns Rheumatologen vor der Therapie stets ausführlich über den Nutzen und etwaige Risiken der Rheumatherapie aufgeklärt. In den Händen der erfahrenen Rheumatologen ist die Therapie entzündlich-rheumatischer Erkrankungen sicher, die Erfolgsraten sind hoch. Insbesondere durch die zahlreichen, in den letzten Jahren zugelassenen, modernen Medikamente ist eine wesentliche Verbesserung der Behandlung erreicht worden.

 

Ergänzende Maßnahmen der Rheumabehandlung

Neben den medikamentösen Therapieansätzen sind ergänzende Maßnahmen wie Krankengymnastik (z. B. als Einzelgymnastik und Gruppengymnastik), Ergotherapie und physikalische Therapie (z. B. Wärme, Kälte, Massagen, Elektrotherapie) sehr wichtig, um die Beweglichkeit der Gelenke wiederherzustellen und zu erhalten. Patientenschulungen sind für das Krankheitsverständnis wesentlich. Auch kann die Anbindung an Selbsthilfegruppen für den Patienten hilfreich sein. Ergänzend kommen bei Bedarf psychologische Maßnahmen zum Einsatz.

Dieser multimodale Therapieansatz verdeutlicht die Notwendigkeit einer interdisziplinären, fachübergreifenden Zusammenarbeit von behandelnden Ärzten und Therapeuten, wie sie im Zentrum für Rheumatologie an der ATOS Klinik Heidelberg von Frau Dr. Dornacher und Frau Dr. Schmitt seit vielen Jahren praktiziert wird. Gerne können Sie bei Fragen zum Thema Rheumatherapie einen Termin im Zentrum für Rheumatologie vereinbaren.